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Häufiges, schnelles Beschleunigen und starkes Bremsen ist problematisch

Steigen die Kraftstoffkosten und häufen sich teure Motorreparaturen? Dann könnte die Ursache näherliegen, als Sie denken: schnelles Beschleunigen und starkes Bremsen Ihrer Fahrer. Diese aggressive Fahrweise belastet Ihre Flotte erheblich, erhöht den Verschleiß von Motoren und Reifen, steigert den Kraftstoffverbrauch und beeinträchtigt die Sicherheit von Fahrern und anderen Verkehrsteilnehmern. In diesem Leitfaden zeigen wir, wie sich dieses Fahrverhalten auf Ihre Kosten auswirkt und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um es in Ihrer Flotte zu überwachen, zu reduzieren und zu vermeiden.

Ist starkes Beschleunigen schädlich für Ihr Fahrzeug?

Ja – im Stand läuft der Motor im Leerlauf. beim Beschleunigen werden die Komponenten stärker belastet, es entstehen Reibung und Wärme, die das Fahrzeug in Bewegung setzen. Je schneller beschleunigt wird, desto höher ist die Belastung für den Motor in dieser Phase. Dadurch können Bauteile stärker verschleißen und Probleme an Verbindungskomponenten wie der Kupplung entstehen. In der Praxis wirkt sich starkes Beschleunigen unter anderem so aus:

  • Höherer Kraftstoffverbrauch: Je schneller beschleunigt und gefahren wird, desto mehr Kraftstoff muss der Motor verbrennen, um das Fahrzeug auf Geschwindigkeit zu bringen. Das kann besonders bei Fahrzeugen mit hohem Verbrauch, wie Reisebussen und Lkw, teuer werden.
  • Unzureichende Schmierung: Im Leerlauf ist das Motoröl noch nicht vollständig im gesamten Motor verteilt. Wird plötzlich stark beschleunigt, sind bewegliche Teile möglicherweise noch nicht ausreichend geschmiert. Dadurch können Bauteile aneinander reiben und schneller verschleißen.
  • Kupplungsverschleiß: Beim Anfahren muss die Kupplung den Schleifpunkt erreichen. In diesem Zustand überträgt sie bereits Kraft auf die Räder, ist aber noch nicht vollständig eingerückt. Erfolgt das Anfahren zu schnell, wird die Kupplung zwischen langsam drehenden Rädern und einem hochdrehenden Motor stark belastet. Das kann zu Überhitzung und langfristig zu Kupplungsschäden führen.
  • Gefährliches Fahrverhalten: Wer stark beschleunigt, hat weniger Zeit, neue Gefahren im Straßenverkehr wahrzunehmen. Besonders kritisch ist dies an Kreuzungen, wenn andere Fahrzeuge gerade erst an einer Ampel anhalten. Fahrzeuge, die noch bei Gelb oder Rot fahren, können mit beschleunigenden Fahrzeugen kollidieren.
  • Starkes Bremsen: Starkes Bremsen und schnelles Beschleunigen treten häufig gemeinsam auf. Wer schnell beschleunigt, erkennt Gefahren oft später und muss stärker bremsen. Das belastet Reifen, Räder und Bremskomponenten und kann langfristig zu Schäden führen.

Die Auswirkungen von abruptem Bremsen

Stelle dir vor, welcher Belastung Ihr Fahrzeug jedes Mal ausgesetzt ist, wenn abrupt gebremst wird. Häufiges starkes Bremsen setzt Ihre Flotte dieser Belastung immer wieder aus und führt zu vorzeitigem Verschleiß an Bremsen, Reifen und Fahrwerkskomponenten. Als eine der häufigsten schlechten Fahrgewohnheiten kann dieses Verhalten zudem ein gefährliches Umfeld für andere Verkehrsteilnehmer schaffen. Hier ein genauerer Blick auf die negativen Auswirkungen:

  • Erhöhter Verschleiß der Reifenlaufflächen: Bremsen bringt das Fahrzeug durch Reibung zwischen Reifen und Fahrbahn zum Stillstand. Das ist notwendig und zugleich der Grund, warum vereiste Straßen so gefährlich sind. Unnötig abruptes Bremsen (außer in Notfällen) erzeugt jedoch zusätzliche Reibung und lässt Reifen schneller verschleißen.
  • Verschleiß von Bremskomponenten: Abruptes Bremsen verursacht übermäßige Reibung an Bauteilen wie Bremsscheiben und Bremsbelägen. Dies führt mit der Zeit zu höherem Verschleiß und häufigeren Reparaturen oder Austauschen.
  • Beschädigung der Ladung: In Transportern und Lkw wirkt die Trägheit der Ladung beim Bremsen nach vorne. Dadurch werden Sicherungen und Materialien stärker beansprucht und verschleißen schneller. Abruptes Bremsen sollte vermieden werden, um die Ladung während des Transports zu schützen.
  • Gefährliches Fahrverhalten: Außer in Notfällen sollte abruptes Bremsen nicht erforderlich sein. Tritt es regelmäßig auf, deutet dies häufig darauf hin, dass Fahrer zu schnell für die jeweiligen Straßen- und Verkehrsbedingungen unterwegs sind.

Schnelles Beschleunigen und starkes Bremsen: Kraftstoffverbrauch

Der Kraftstoffverbrauch hängt häufig von einer gleichmäßigen Geschwindigkeit ab. Die kraftstoffeffizienteste Geschwindigkeit liegt bei etwa 80 km/h. Je häufiger während einer Fahrt beschleunigt und wieder abgebremst wird, desto stärker sinkt die Kraftstoffeffizienz. Schnelles Beschleunigen und starkes Bremsen führen daher zu einem höheren Kraftstoffverbrauch.

Wie lässt sich starkes Bremsen vermeiden?

Starkes Bremsen lässt sich in allen Situationen außer in Notfällen meist vermeiden. Gefahren frühzeitig zu erkennen, die Geschwindigkeit den aktuellen Straßenbedingungen anzupassen, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten und rechtzeitig zu blinken, sind wirksame Maßnahmen, um abrupte Bremsmanöver zu verhindern. Auch wenn Fahrer nicht zu schnell beschleunigen, kommt es seltener zu starkem Bremsen.

So überwachen Sie starkes Beschleunigen und abruptes Bremsen

Der erste Schritt zur Reduzierung von starkem Bremsen und schnellem Beschleunigen besteht darin, das Problem zu erkennen. Die Überwachung Ihrer Flotte ist wichtig, um die Gesundheit und Sicherheit Ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten und den Zustand Ihrer Fahrzeuge im Blick zu behalten. Durch die Auswertung des Fahrverhaltens können Sie problematische Gewohnheiten frühzeitig erkennen, bevor die zu Unfällen oder Schäden an Ihrer Flotte führen.

  • Dashcamseinsetzen: Dashcam-Aufnahmen helfen dabei, abgelenktes oder aggressives Fahrverhalten zu erkennen. Innenraumkameras können frustriertes Verhalten dokumentieren, während Außenkameras starkes Bremsen oder Beinaheunfälle erfassen. Müssen Fahrer in einer Notsituation reagieren, bieten die Aufnahmen zudem eine wichtige Dokumentation zur Absicherung und für Versicherungsfälle.
  • Fahrverhalten überwachen: Atom-GPS-Tracker nutzen die Fahrzeugbatterie, um detaillierte Analysen des Fahrverhaltens zu erstellen und Fälle von abruptem Bremsen oder starkem Beschleunigen zu erfassen. Die GPS-Fahrzeugortungsdaten können außerdem genutzt werden, um Kunden über Lieferungen zu informieren und den Kundenservice zu verbessern.
  • Motorüberwachung: Die Stratus-Tracking-Hardware überwacht die Leistung der Fahrzeugmotoren und macht auf problematische Fahrgewohnheiten sowie den daraus resultierenden Verschleiß aufmerksam.
  • Fahrzeugwarnungen: Die Kinesis-Software arbeitet mit einer in den Fahrzeugen installierten Stratus- oder Atom-Blackbox zusammen und liefert detaillierte Leistungsdaten. Das System sendet Echtzeitwarnungen und weist auf gefährliches oder fahrzeugschädigendes Verhalten hin.
  • Fahrerschulungen: Schulungen erhöhen das Bewusstsein der Fahrer und reduzieren unbeabsichtigte Fehlverhalten. Zudem werden sie in der Regel deutlich positiver wahrgenommen als Sanktionen und können so auch zur Mitarbeiterbindung beitragen.
  • Realistische Zeitvorgaben: Starkes Beschleunigen ist oft eine Folge von Zeitdruck. Angemessene Zeitfenster und realistische Termine sind eine der wirksamsten Maßnahmen, um starkes Bremsen und schnelles Beschleunigen zu reduzieren.

Schlechte Fahrgewohnheiten in Ihrer Flotte vermeiden

Die Vermeidung schlechter Fahrgewohnheiten ist entscheidend, um Kraftstoffkosten zu senken, den Fahrzeugverschleiß zu reduzieren und die Sicherheit zu verbessern. Durch die Kombination aus Fahrertraining, Fahrzeugüberwachung und realistischen Einsatzplänen können Flottenmanager riskantes Fahrverhalten wirksam minimieren. Indem Sie schnelles Beschleunigen, starkes Bremsen und andere problematische Verhaltensweisen frühzeitig erkennen und gezielt angehen, schützen Sie sowohl Ihre Fahrer als auch Ihre Fahrzeuge und verbessern gleichzeitig die Effizienz Ihrer Flotte.

Nutzen Sie Telematik zur Überwachung Ihrer Flotte

Mit Kinesis von Radius können Sie über GPS-Fahrzeugortung mit integrierten Dashcams überwachen, wie Ihre Fahrzeuge gefahren werden.